Mercedes-Benz

Allradantrieb 4MATIC.

2. Februar 2018

Wenn die Straßen bei widrigem Wetter nass und glatt sind oder auf trockener Fahrbahn kraftvolle Beschleunigung gefragt ist, sorgt die 4x4-Technologie für sicheres und agiles Fahren. 4MATIC heißt das System von Mercedes-Benz. 1987 vorgestellt und seither stetig weiterentwickelt, gehört es zu den leistungsfähigsten Allradantrieben überhaupt.

Die Vorteile des Allradantriebs sind reine Physik. Auch für die Autofahrer, die mit diesem Fach in der Schule auf Kriegsfuß standen. Das Fahrverhalten eines Autos wird von der Haftung der relativ kleinen Reifenaufstandsfläche auf der Straße bestimmt. Ganz simpel gesagt: Wenn die Beschleunigungskräfte von vier Rädern übertragen werden, ist das für die Fahrstabilität doppelt so gut wie bei nur zwei angetriebenen Rädern. In der Praxis wird dieses Grundprinzip von den verschiedenen 4×4-Systemen unterschiedlich effektiv umgesetzt. Mit 4MATIC bietet Mercedes-Benz einen besonders komfortablen und wirkungsvollen Allradantrieb. Unter widrigen Wetterbedingungen beruhigend sicher, bei sportlicher Fahrweise faszinierend traktionsstark.

Vier gewinnt: Dank der vollvariablen Momentenverteilung bleibt die Möglichkeit zum Drift erhalten.

Anfahren, Beschleunigen, dynamische Kurvenfahrt oder steile Geländepassagen – der permanente Allradantrieb 4MATIC sorgt für zusätzliche Traktionsreserven und reagiert auf die Fahrsituation: Wo andere Allradsysteme erst einmal die mangelnde Traktion erkennen müssen, um aktiv zu werden, verschiebt die Technologie von Mercedes-Benz das Antriebsmoment automatisch und ohne Verzögerung. Wenn ein Rad an Bodenhaftung verliert, wird es individuell abgebremst. Gleichzeitig wird dynamisch die Antriebskraft auf die Räder mit Traktion verlagert, ohne dass der Fahrer eingreifen muss. Diese permanente automatische Technologie wurde erstmals 1987 in der E-Klasse der Baureihe W 124 angeboten. Das Prinzip ist seitdem gleich geblieben und wurde stetig verfeinert.

4MATIC+ als neue Entwicklung

Die neueste Weiterentwicklung des Systems heißt 4MATIC+ und verbessert in High-Performance-Fahrzeugen von Mercedes-AMG neben Traktion und Querdynamik auch die Längsdynamik für eine noch kraftvollere Beschleunigung. Die erstmals vollvariable Momentenverteilung auf Vorder- und Hinterachse gewährleistet hohe Fahrstabilität und Fahrsicherheit unter allen Bedingungen. Eine elektromechanisch geregelte Kupplung verbindet die angetriebene Hinterachse variabel mit der Vorderachse. Die bestmögliche Drehmomentverteilung wird – je nach Fahrsituation und Fahrerwunsch im AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramm – laufend berechnet. Die Überblendung erfolgt kontinuierlich und auf Basis einer ausgeklügelten Matrix vom traktionsorientierten Allradantrieb bis zum reinen Hinterradantrieb – für das Fahren am physikalischen Limit. Ein echtes Vergnügen für Könner ist der Drift Mode im Fahrprogramm RACE: Bei gezieltem Gaseinsatz drängt das Heck mit rauchenden Rädern nach außen und die Kurve wird im Drift quer durchfahren.

Der Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ verbindet die Vorteile verschiedener Antriebskonzepte miteinander und bietet optimale Traktion bei allen Fahrbahnzuständen.

Heute verfügt Mercedes-Benz mit mehr als 160 Modellen in 26 Baureihen von der A-Klasse bis zum Pickup der X-Klasse über eine der größten allradgetriebenen Fahrzeugpaletten unter allen Premium-Automobilherstellern weltweit. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Technologie im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert und erweitert wurde und so in immer mehr Modellen zum Einsatz kam. Beginnend mit dem Dernburg-Wagen bis zur High-Performance-Limousine Mercedes-AMG E 63 S 4MATIC+ (Kraftstoffverbrauch Super plus kombiniert 9,1–8,8 l/100 km; CO2-Emissionen 207–199 g/km) ist die Allradhistorie von Mercedes-Benz eine Erfolgsgeschichte voller Pioniergeist, Innovation und technologischer Perfektion.

Die Erfolgsgeschichte des Allradantriebs – wer hat's erfunden?
1903: Die erste Idee …

… stammt von Gottlieb Daimlers Sohn Paul, der sich als Ingenieur schon früh Gedanken über den Vierräder-Antrieb machte.

1907: Als Pionierstück …

… gilt der Dernburg-Wagen, der für den Staatssekretär Bernhard Dernburg gebaut wurde. Ein offener Viersitzer, der nicht nur über alle vier Räder angetrieben, sondern sogar mit allen vier Rädern gelenkt wird. Bei der Konstruktion des Dernburg-Wagens geht Paul Daimler keine Kompromisse ein und konzipiert das Fahrzeug exakt für seinen Einsatz in unwegsamem Gelände. Dernburg nutzte den Dienstwagen für Namibia. Viele weitere Entwicklungen auf der Basis dieses frühen Systems folgen vor allem im Nutzfahrzeugbereich.

1938: Auf der Motor-Show in London wird erstmals …

… der Mercedes-Benz G 5 (Baureihe W 152) als „Kolonial- und Jagdwagen“ mit Allradantrieb und zuschaltbarer Vierradlenkung vorgestellt. Insgesamt wird der Geländewagen nur 378-mal gebaut. Dennoch ist das Fahrzeug als Vorgänger der heute beliebten Geländewagen in Privathand so einflussreich wie kaum ein anderes Modell.

1979: Der Meilenstein in der Erfolgsgeschichte …

… ist die Entwicklung der neuen G-Klasse als direkter Nachfolger des G 5. Von Beginn an stellt der Erfolg des neuen Geländewagens die Performance seines Vorgängers in den Schatten. Ein echter Meilenstein für die Ikone.

1987: Der neue Allradantrieb 4MATIC …

… feiert sein Debüt in der Baureihe W 124, denn das System arbeitet permanent und verteilt im normalen Fahrbetrieb auf griffigem Untergrund die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse. So wurde der Allradantrieb auch in Personenwagen von Mercedes-Benz integriert. Auf der IAA in Frankfurt am Main stellen die Ingenieure ihre neue Entwicklung erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor: Der neue Allradantrieb von Mercedes-Benz 4MATIC nutzt modernste Möglichkeiten und bedient sich auch der Elektronik, um in allen Fahrsituationen stets einen optimalen Antrieb zu bieten. Ein entscheidender Unterschied zur G-Klasse, in der die Allradtechnologie manuell zugeschaltet wird.

Fotos: © Daimler AG